Hautkrankheiten Ursachen und Pflege | Belle Kosmetik
Hautkrankheiten
Hautarzt gefragt

Hautkrankheiten

Bei vielen Hautkrankheiten tappen die Mediziner noch im Dunkeln. Teils erblich bedingt, teils psychisch und oft ausgelöst durch Lebensumstände. So ist z.B. schuppige Haut, die zu Erkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis führen kann, von verschiedenen äusseren und inneren Triggern beeinflusst.

 

Die Diagnose jeder Hautkrankheit erfolgt durch den Dermatologen (Hautarzt) und bedarf besonderer Aufmerksamkeit und Abklärung. Denn die Haut, unser Spiegel des Inneren, will uns sagen, was nicht im Lot ist.

 

Den Gang zum Hautarzt ist am ehesten dem vertraut, der z.B. auffallend viele Muttermale mit auf den Lebensweg bekommen hat. Im Laufe des Lebens können sich Muttermale verändern und zu einem bösartigen Tumor entarten, dem Melanom. Eine jährliche Überprüfung durch den Hautarzt empfiehlt sich, wer Veränderungen und neue Flecken beobachtet. 

 

Doch auch bei anderen unerwünschten Hautkrankheiten, die plötzlich auftreten können, machen wir uns auf den Weg zum Dermatologen.

Schuppenflechte

Psoriasis

Die Diagnose der Psoriasis, sowie alle anderen Hautkrankheiten, gehört in die Hände des Hautarztes. Diese Symptome weisen darauf hin, dass die Haut von der Schuppenflechte befallen ist: Entzündungen, fest haftende Schuppen in silbrig-glänzender Farbe und häufiger Juckreiz an Ellbogen, Knie und Kopfhaut. Auch Nägel und Gelenke können von dieser chronischen Hautkrankheit betroffen sein. Die Problemstellen sind meist rundlich, rötlich, scharf begrenzt und leicht erhaben. 

 

Psoriasis kann nicht übertragen werden, da weder Bakerien noch Viren und weder Parasiten noch Pilze im Spiel sind.

 

Die Hauterneuerung funktioniert beschleunigt. Innerhalb von 3 bis 7 Tagen an Stelle von +/- 28 Tagen bei einer gesunden Haut, daher die übermässige Schuppenbildung.

Psoriasis Schuppenflechte
Psoriasis (Schuppenflechte)

Psoriasis Ursachen

Ganz gelüftet ist die Ursache dieser Hautkrankheit noch nicht. Sicher ist, das Immunsystem spielt verrückt und die Schuppenflechte ist zu einem grossen Teil erblich bedingt. Es kann sein, dass Generationen übersprungen werden. 

 

Das Zusammenspiel dieses Erbgutes mit Stress, Infekten oder auch mechanischen Reizen auf der Haut lässt die Psoriasis ausbrechen. Meist wird ein Krankheitsschub ausgelöst, indem gleich mehrere sogenannte Risikofaktoren vorliegen. Dazu gehören Verletzungen, Prüfungsstress oder Angszustände, aber auch Infekte, Hormonschwankungen, Medikamente oder übermässiger Alkohol-Konsum. Ein immer öfter gehörter Auslöser soll Trennungsschmerz und Trauer sein. 

 

Der Krankheitsverlauf der Psoriasis ist sehr individuell. Austesten ist gefragt. Was beim einen bestens funktioniert, hilft beim anderen kaum.

Tipps und Pflege bei der Schuppenflechte

  • Alkohol und Übergewicht verschlechtern eindeutig den Krankheitsverlauf.
  • Fischöl kann das Hautbild verbessern.
  • Glutenfreie Ernährung (also auch Verzicht auf Bier) und Heilfasten kann helfen.
  • Spezielle Salben und Tabletten vom Dermatologen verschrieben bringen Besserung. Aber auch bei der Kosmetikerin wird geholfen: Urea und Salicylsäure in Kosmetik-Produkten hilft. Alles, was den Säureschutzmantel stärkt, bringt Verbesserung.
  • Lassen Sie sich von einem mit dem Thema vertrauten Heilpraktiker beraten. Professionelle Beratung bereffend Darmsanierung und basische Ernährung kann helfen.
  • Freunden Sie sich mit der Krankheit an. Psoriasis ist ein Gen-Defekt und ist nicht heilbar. Kommen Sie zur Ruhe und bauen Sie Stress ab (z.B. Yoga).

 

zu viel Talg

Akne

Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen. 80% aller Jugendlichen sind betroffen, wobei der Schweregrad sehr unterschiedlich sein kann.

 

Doch auch Erwachsene leiden immer noch an Akne oder sie bricht erst im Erwachsenenalter aus.
 

Akne unreine Haut
Akne

Wie entsteht Akne?

Die Haut hat einen natürlichen Fettfilm, der sie schützt. Dieser wird von den Talgdrüsen gebildet, die sich wie kleine Säckchen in der Haut befinden. In der Pubertät wird die Produktion des Talgs durch Sexualhormone oft um ein Vielfaches vermehrt. Die Talgdrüsen werden von verschiedenen Faktoren stimuliert: Hormone, Wachstumsfaktoren und Nahrungsmittelbestandteile. Genetisch bedingt haben zusätzlich viele Personen eine Verhornungsstörung. Somit verstopft der Ausführungsgang der Talgdrüsen und es kommt zu einem Rückstau. Dort können sich die Akne-Bakterien (Propioni-Bakterien) nun vermehren und verursachen Mitesser und Entzündungen.

 

Wann Hautarzt, wann Kosmetikerin?

Beim Hautarzt werden oft sehr schnell Isotretinoin-Medikamente verschrieben. Die Nebenwirkungen sind vielfältig. Ein regelmässiger Leber-Test beim Arzt wird verordnet und Schwangerschaften müssen ausgeschlossen werden. Sie sollten sich bewusst sein, dass es ein extremer Eingriff in den jugendlichen Körper darstellt.


In jedem Falle wirkt das Medikament sehr stark austrocknend auf die Haut sowie auf sämtliche Schleimhäute. Die Talg-Produktion wird komplett eingestellt. Dies hat zur Folge, dass die Haut oft spröde und rissig wird, stark ausdünnt und somit sehr empfindlich wird, auch auf UV-Strahlen. Somit sind die Bedürfnisse der Haut dann genau umgekehrt als zuvor. Oft wird aber weiter mit stark austrocknenden Substanzen gepflegt, was dann zu einem langfristigen Schaden in der Haut führen kann.
Bitte klären Sie genau ab, welcher Schweregrad der Akne vorliegt und wie der seelische Zustand des Betroffenen tatsächlich aussieht.


Wie Sie sich auch entscheiden, die Zusammenarbeit mit der Kosmetikerin darf nicht fehlen. Eine regelmässige Ausreinigung und passende Pflege-Produkte sind in beiden Fällen wichtig, also auf dem Weg mit und dem Weg ohne Medikamente. Der Dermatologe konzentriert sich lediglich auf die Symptombekämpfung. Für die Beratung der Heimpflege und die Behandlung der Haut ist die Kosmetikerin zuständig. Anders als in der Apotheke kann im Kosmetikstudio die gereinigte Haut angefasst, unter der Lupe angeschaut und über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. 

Achtung!

Das Selber-Ausdrücken und Manipulieren von entzündeten roten, schmerzhaften Pickeln ist kontraproduktiv. Damit verletzt man die Talg-Säckchen in der Haut und die Bakterien laufen aus. Das Resultat: Multi-Entzündungen, ganze Ansammlungen von Pickeln und Narben. Die Abheilung wird so um ein Vielfaches verzögert.

 

Tipps

  • Verwenden Sie milde, entzündungshemmende Produkte.
  • Die Reinigung morgens und abends und eine Feuchtigkeits-Creme sind ein Muss.
  • Im Badezimmer: Kosmetiktücher statt Frotteetuch
  • Im Schlafzimmer: wöchentlich Kopfkissenbezug wechseln, bei min. 60° waschen
  • Sämtliche Produkte wie Reinigung, Gesichtswasser, Creme, Make-up, Maske, Sonnencreme etc. müssen zwingend ohne Erdöl, Silikon, billige Fette und Öle sein.
  • Gönnen Sie sich ausgesuchte Qualitätsprodukte und überprüfen Sie die Inhaltsstoffe genau.
  • Vorsicht mit starken Körner-Peelings und Fruchtsäuren!
  • Selber drücken verboten!
  • Sonne meiden, manipulierte Akne-Stellen entwickeln sich schnell zu Pigmentstörungen.
  • Wirkstoffe wie Teebaumöl, Zink, Kampfer, Hamamelis, Panthenol, Melisse und Aloe Vera können helfen.
  • Ernährung: Vermeiden Sie Milchprodukte und zu viele Kohlenhydrate, Eiweisse, Zucker.
juckendes Ekzem

Neurodermitis

Sehr trockene, schuppige Haut ist ein sehr weit verbreitetes Problem, das den ganzen Körper befallen kann. Neurodermitis kommt bei Kindern und Erwachsenen vor und kann auch das Gesicht, die Kopfhaut und die Augenlider befallen. Die Symptome sind juckende, spröde und äusserst trockene Haut. Im Winter verschlimmert sich der Zustand durch die reduzierte Eigenfettproduktion. 

 

Zu unrecht werden Neurodermitiker als angespannt wirkende und gestresste Personen abgetan. Nun ist es so, dass einen dieser Juckreiz "verrückt machen" kann. Klar ist, dass Stress die Krankheit verstärkt. Da aber nicht jeder gestresste Mensch Neurodermitis hat, weiss man, dass das Zusammenspiel mehrerer Faktoren der Fall ist.

 

Neurodermitis trockene Haut
Neurodermitis

Neurodermitis Ursachen

Die Ursachen des sogenannten atopischen Ekzemes (Atopie ist griechisch für "ortlos") sind nach wie vor nicht klar. Einerseits ist Neurodermitis genetisch beeinflusst, andererseits sind als typische Auslösefaktoren eine gestörte Darmflora und die Psyche bekannt. Etwas kommt von innen, etwas kommt von aussen.

 

Durch die geschwächte Hautbarriere funktioniert die Abwehr nicht ideal, was oft zusätzlich Dellwarzen oder Herpes als unschöne Begleiter mit sich bringt. 

 

Lebensmittelunverträglichkeiten können Neurodermitis aufblühen lassen. Bei Kleinkindern wird oft eine Unverträglichkeit auf Kuhmilch, Eier, Weizen, Soja oder Erdnüsse festgestellt. Bei Erwachsenen eher Haselnüsse, Sellerie, Obst und Fisch, aber zunehmend auch Hülsenfrüchte und Soja.

Was hilft bei Neurodermitis?

Die Pflege mit sehr stark fettenden Präparaten alleine helfen meistens nur kurzfristig. Es empfiehlt sich, eine Creme gegen Neurodermitis anzuwenden, die den pH-Wert wieder in ein saures Milieu bringt. Im sauren pH-Wert ist die Haut von Natur aus gesund.

 

Von zu häufigen und starken Peelings ist abzuraten. Das schädigt die ohnehin schon gestörte Hautbarriere und die Schuppen können sich verstärken.

 

Studien zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren (z.B. in Fisch enthalten) das Hautbild deutlich verbessern. 

Gefässerkrankung

Von Couperose bis Rosacea

Rötungen und sichtbare Äderchen im Gesicht machen sich bemerkbar. Schnell kommt man bei der Frage an: Couperose oder Rosacea? Die Unterscheidung fällt nicht immer leicht. Couperose wird oft als eine Vorstufe der Rosacea dargestellt, die sich in manchen Fällen zu einer Rosacea weiterentwickeln kann. 

 

In jedem Fall handelt es sich hier um eine Gefässerkrankung, die nicht nur die Nase und die Rundungen des Gesichts betreffen. Die Kombination mit Bluchhochdruck, Bindegewebsschwäche, Besenreissern und Krampfadern sind häufig anzutreffen. Eher helle Hauttypen sind betroffen.

 

Couperose Rosacea
Couperose/Rosacea

Couperose und Rosacea erkennen und die Ursachen

Vor allem auf den Wangen und am Kinn leuchten rote Äderchen, die Haut brennt und ist mal zu fettig, mal zu trocken, aber immer überempfindlich. Der Beginn dieser Hautkrankheiten beginnt meistens zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr und verstärkt sich zwischen 40 und 50. Plötzliches Erröten bei emotionalen Stress-Situationen oder beim Übergang von warm zu kalt sind ein weiteres Zeichen der Hauterkrankung. 

 

Ähnlichkeiten mit der Akne sind auf den ersten Eindruck da. Der grosse Unterschied ist, dass eine Rosacea fleckige Formen und schuppige Rötungen zeigt, gefolgt von Schwellungen und Grossporigkeit. Zudem entzündete Pickel, die einfach nicht abklingen wollen über Wochen. Mitesser zeigt die Rosacea allerdings keine, was ein grosser Unterschied zur Akne ist. In einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium kann vor allem bei Männern die Knollennase (Rhinophym) entstehen. Chirurgisches Abtragen oder die Laserbehandlung helfen.

Rosacea behandeln & Pflege-Produkte

Dieser Hautzustand ist sehr empfindlich. Sauna, Solarium und Sonne wird empfohlen zu vermeiden. Durch den Wechsel von der Kälte in die Wärme und umgekehrt ziehen sich die Äderchen zusammen und leiern aus. Die Haut braucht einen Extra-Schutz durch eine passende Pflegecreme. Fachberatung lohnt sich auf jeden Fall! Unpassend gewählte Produkte verschlimmern die Hautkrankheit Couperose und Rosacea. Kälte- und UV-Schutz sind unabdingbar.

 

Bei der  Behandlung der Rosacea sind entzündungshemmende, gefässstärkende und beruhigende Inhaltsstoffe gefragt. Seifen, Alkohle, Kampfer und Menthol sollten besser vermieden werden. Cremes auf Gelbasis helfen bei Hitzegefühl.

 

Bei folgenden Nahrungs- und Genussmitteln ist Vorsicht geboten: Kaffee, Alkohol, Zigaretten und scharfes Essen.


 

Mundrose

Periorale Dermatitis

Die Periorale Dermatitis, auch Stewardessen-Krankheit oder Mundrose genannt, heisst sprichwörtlich «Entzündung um den Mund» und kommt meist im Bereich zwischen Mund und Nase, seltener auch bei den Augen vor. Sie äussert sich in juckenden, manchmal eitrigen, oft aber nur mit Wasser gefüllten Bläschen. Typisch ist ein weisser Rand um die Lippen. Die Haut wehrt dann alles ab, was fettig oder sehr feucht ist. Sie mag also nicht länger mit Pflege zugedeckt werden und will wieder atmen.

Ursachen

Anzutreffen ist dieses Hautproblem vorwiegend bei trockener Haut, auch in Verbindung mit Neurodermitis. Vor allem Frauen unter 30 sind betroffen. Immer häufiger aber auch Kinder und Männer. Früher ging man davon aus, dass der Ursprung darin liegt, dass zu viel gepflegt wird, da Stewardessen sehr oft betroffen waren. Diese wollten Ihre Haut schützen vor der trockenen Luft im Flugzeug.

 

Heute geht man davon aus, dass auch andere Faktoren mitspielen. Ein geschwächtes oder durcheinander geratenes Immunsystem durch: Hormonumstellungen wie z.B. Pille absetzen, psychische Faktoren oder Medikamente, Kortison-Cremes, Lebensmittelunverträglichkeiten und nicht zu vergessen porenverstopfende, stark parfümierte Kosmetikpräparate.

 

In den letzten Jahren boomt die Krankheit geradezu, daran sind verbesserte Kameras und das neue Fernsehen in HD-Qualität nicht unschuldig. Wer im Fernsehen auftritt hat damit zu kämpfen, dass jede Pore, jede kleinste Falte und jedes Nasenhaar sichtbar ist. Somit werden sie vor Show-Beginn mit silikonhaltigen Makeup-Präparaten zugesprüht.

Was hilft?

Bei Verdacht auf periorale Dermatitis suchen Sie am Besten Ihre Kosmetikerin auf. Sie wird sofort erkennen, ob sie mit Ihrem Verdacht richtig liegen, ansonsten wird sie Sie zum Dermatologen verweisen.


Wir empfehlen: Der einzige Ausweg ist nach wie vor der konsequente Verzicht auf fettige Pflege in diesem Bereich, also aushungern. Das ist für die Betroffenen oft sehr mühsam da die Haut dann vor Trockenheit spannt, juckt oder brennt. Jedes Auftragen von fetthaltigen Produkten kann das Abheilen um etliches verzögern.


Je nachdem wie ausgeprägt der Fall ist, kann in Einzelfällen ein fettfreies Gel helfen, die Symptome etwas zu lindern. Das muss man ausprobieren. Generell kann man bei perioraler Dermatitis nicht sagen, was helfen wird. Jede Haut und jedes Immunsystem ist anders. In jedem Fall wird es aber Zeit und Geduld brauchen. Mit 4-6 Wochen muss gerechnet werden. Lassen Sie sich unbedingt beraten, mit welchen Pflege-Produkten Sie langsam wieder starten können. Verzichten Sie auf Silikon, Erdöl und Parfüm. Die Veranlagung der Haut, erneut eine P.D. zu produzieren wird bleiben, was ein konsequenter Verzicht auf verschliessende Kosmetik zur Pflicht macht (inkl. Make-up und Puder).